Nov
27
2009
Es gab mal eine Zeit, da wusste man gar nicht mehr, in welcher Community man sich anmelden soll. Mitte 2007 sprießten virtuelle Gemeinschaften aus allen Ecken des Netzes. Communities für Studenten, Communities für Hundehalter, Communities für Partypeople und halt auch für den größten Teil der Gesellschaft… den Sport.
Ich bin schon seit langer Zeit in einigen dieser Sport-Plattformen angemeldet, nutze sie auch, aber muss zugeben, dass keine mich richtig vom Hocker haut. Der in meinen Augen beste Emporkömmling ist ganz klar sportme.de… Kopf an Kopf mit den Netzathleten. Aber um ehrlich zu sein, finde ich die Aktionen auf sportme einfach einen Tick cooler und bei den Netzathleten nervt der Gründer doch ein wenig. Die Profilierungszwang des “olympiamedaillengewinners” Stephan Pfannmöller ist schon ein wenig nervig. Egal was es für eine Aktion es gibt… immer wird man von Stephan eingeladen oder herausgefordert. Mir ist schon klar, dass das nicht Stephan wirklich selbst ist und er halt nur seinen Namen dafür hergibt, aber es NERVT. Okay… zugebenermaßen sind die Preise, die man bei den Gewinnspielen bzw. Aktionen von den Netzathleten gewinnen kann, wirklich besser als die von sportme, aber die Aktionen machen halt mehr Sinn. Was ich allerdings von beiden wirklich cool fande, war das Engagement während der Olympiade auf die schwierigen Menschenrechtszustände in China hinzuweisen. Die Aktionen waren in meinen Augen absolut identisch. sports4humanrights.de und sportsforhumanrights.de… kein wirklicher Unterschied. Klar findet man auch hier einen kleinen negativen Beigeschmack und in den Foren der einzelnen Communities beschuldigen die einen User die der anderen Community, dass sie das Projekt geklaut haben… aber im Endeffekt ist es doch egal. Beide machen das wahrscheinlich nicht aus Überzeugung, sondern um User zu gewinnen… weil jeder ist sich ja selbst der nächste…
Allerdings haben beide Portale auch eine extreme Veränderung mit sich gebracht. Während die Netzathleten vor einiger Zeit eher von der Community weggegangen sind, kann man sie mittlerweile als ein nettes, informatives Sport-Newsportal bezeichnen. sportme hingegen hat zwar immer noch ihren Fokus auf der Community, aber geht gerade gezielter auf einzelne Sportarten ein, wie man auf der neuen Startseite ganz gut erkennen kann.
Ich persönliche denke ja, dass Facebook allen den Rang ablaufen wird. Egal ob studivz, werkenntwen, die lokalisten oder halt die Sport-communties. Alle werden an dieser Konkurrenz zu knabbern haben und vielleicht sogar irgendwann das ganze wegen hoher Betreiberkosten aufgeben. Man wird sehen, was die Zeit bringt.
Ich persönlich würde jedem empfehlen, der vielleicht einen Sportpartner sucht, sich die Communities mal selbst anzuschauen. Aber ich kann euch auch verstehen, wenn ihr sagt… “Nicht noch eine Community”!!!





